Kerzenlicht
Mittlerweile ist es fast einen Monat her, dass in der Jülicher Christuskirche ein Gottesdienst zum World Wide Candlelight Day, dem Gedenktag für verstorbene Kinder, stattfand. Auf Empfehlung meiner Mutter waren Ju und ich ebenfalls anwesend. Da anwesend sein aber oft nicht genügt, wurden wir kurzerhand noch zum Verteilen der Teelichter an die Besucher des Gottesdienstes verpflichtet. Die Teelichter waren auf sternförmige beschreibbare Pappstücke geklebt, damit man den Namen eines Verstorbenen zur Erinnerung an diesen auf das Stück schreiben kann. Somit teilten wir nicht nur Teelichter aus, sondern auch Stifte. Während des gesamten Gottesdienstes saßen wir in der ersten Reihe, sodass wir von allem hinter uns nicht allzu viel mitbekamen. Doch während des Austeilens sah man die Verzweiflung in den Gesichtern der Besucher, die Taschentücher in ihren Händen zerknitterten. Nahezu jedes Gesicht war von einem grauen Schleier ergriffen.
Während ich durch die letzte der halbkreisförmigen Sitzreihen ging und mich zu einer Frau herüberbeugte, die mir kaum in die Augen blickte, musste ich kurz stoppen. Denn während ich ihr einen der Sterne reichte und mich schon zurückbeugte, sagte sie nur:
“Ich brauche zwei.“
Boden, Teppich, Laminat, Tapeten, Herz
Am Sonntag war schönes Wetter und ich habe es geschafft mein neues Objektiv ausgiebig zu testen. Das war ein Heidenspaß und hier nun dasmir liebste aus 1GB ausgebranntem Warenhaus. Um das Ganze ein Stückchen größer zu sehen, muss geklickt werden…
Guten Morgen, Deutschland!

Ich mag zwar auch keine Pferdeschwänze, doch Hagen Rether erklärte das Jahr 2007 ja schon bekanntlich zum Jahr des Moslembashing bzw. zum Jahr der Islamophobie. Da finde ich ihn schon wieder gut, wie vor einiger Zeit (via Spreeblick). Rethers besagten Jahresrückblick habe ich sogar selbst im Fernsehen gesehen. Und zwar nicht weil ich mir Sendungen wie den Scheibenwischer öfters ansehe, sondern aus Zufall. Denn eigentlich kann ich mit diesem realtitätsfernen und immer wieder gleichem Gefasel eines Richard Rogler oder wie sie alle heißen einfach nicht anfreunden. Da stimme ich dem Verriss auf Lizas Welt völlig zu.
Immer wieder die gleichen Schenkelklopfer über Merkel, Arbeitsmarkt, Stoiber und Bush. Als wenn es keine wichtigeren Themen gäbe. Nein, stattdessen werden die zuvor erwähnten Themen doch nur noch unbedeutender gemacht, sodass man irgendwann nur noch hirnlos lacht ohne nachzudenken. Ist das der Sinn des Kabarett?
Nun, was Rether in seinem Jahresrückblick macht, hatte auch nicht mehr allzu viel mit Kabarett zu tun, aber ehrlich gesagt kann das doch nur so gut sein. Ich schrieb schon in den Kommentaren bei Nerdcore dazu, es sei interessant bei dem Beitrag, dass kaum jemand lacht, da Rether den Nagel so gewaltig auf den Kopf trifft dass es jedem Zuschauer weh tut. Dabei bleibe ich auch. Was Rether letztendlich macht ist auf den Punkt gebrachte Medienkritik, wie sie meiner Meinung nach im Kabarett vorherrschen sollte. Wer diese zu ernst nimmt, ist doch selbst schuld.
Aber kommen wir nun zum Punkt mit der Frage, die mir schon seit zwei Tagen durch den Kopf rauscht, und sich heute morgen beim Aufstehen in meinem Kopf manifestierte. Denn geweckt wurde ich heute, dem ersten offiziellen Montagmorgen nach den Winterferien, mit der aktuellen Meldung über die Debatte zur “gestiegenen” Jugendkriminalität. 1Live bringt diese Nachricht natürlich in den Nachrichten und so scheppert sowas schon Morgens um 7:20 Uhr aus meinem Radiowecker. Schön ist das nicht. Besonders nicht, weil ich mich schon aufrege bevor ich überhaupt mit beiden Füßen auf meinem Laminat stehe:
Wird 2008 etwa das Jahr des Bashings von Jugendlichen mit Migrationshintergrund?
Peter GauleiterGauweiler (CSU) sagt laut Spiegel Online folgendes dazu:
“Deutschland wird in der Münchner U-Bahn verteidigt, am Bahnhof Zoo in Berlin und in der Frankfurter Innenstadt”
Sieht also ganz danach aus.
Silvesterportraits
Schön wars an Silvester. Ich mag die drei. Hört mehr Linda Perhacs. Das war es für heute, morgen vielleicht auch wieder etwas mit Text.
Shh…
Weihnachtsgeschenk für Ju, muss man ja auch mal anderen Leuten zeigen.
Tobi B. aus A.
Er ist aber auch fotogen…
Keinohrhase

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich mittlerweile stolzer Besitzer eines 100% hand- und selfmade Keinohrhasen bin? Nein! Oh, shit.
Den habe ich von Ju zu Weihnachten bekommen. Seitdem haust dieser durch die Nase hörende Hase irgendwo auf meinen Bett. Und ja, eigentlich mag ich Til Schweiger nicht wirklich, aber der Film verdient wirklich das Kosewort “süß”…













