My Own Photoshop Disaster
Vor einigen Tagen war ich kaum im Haus der Liebsten, da hieße es schon: “Ich muss der etwas zeigen!” Da war ich natürlich gespannt ohne Ende und hastete hinter ihr die Treppe hoch. In ihrem Wohnzimmer angekommen öffnete sie ein Werbefaltblatt irgendeines Möbelhauses und zeigte ganz aufgeregt auf eine Frau die dort auf einer Couch posierte. Was soll das denn? Wo ist die Pointe an der Sache?!
Aber halt, sie saß gar nicht wirklich auf dieser Couch. Und genau in diesem Moment war mir klar: “Es ist Zeit für mein eigenes Photoshop Disaster!” Gut, dass ich an diesem glücklichen Tag meine Kamera dabei hatte, denn zufälligerweise gibt es erstaunlich viele Damen in Hosenanzügen, die auf Möbelstücken schweben können. Ich kann mir den Dialog zwischen Cheffe und Praktikant, welcher sicherlich für die brachiale Photoshop Action verantwortlich ist, in der Werbeabteilung der Möbelkette richtig gut vorstellen:
Chef: “Die Leitung meint, dass auf mehr Personen auf die Couchbilder müssen. Das soll sonst zu plastisch wirken. Kurzum soll der mehr Leben rein!”
Praktikant: “Aber wir haben nicht mehr Photos mit Models auf den Teilen! Wie soll ich die denn jetzt da rein bekommen?”
Chef: “Wozu haben wir eigentlich dieses Photoshop gekauft?”
Praktikant: “Aber Chef, das Licht wäre doch völlig anders. Allein die Schatten und -”
Chef: “Quatsch nicht! Machen!”
Nach dem Klick die nächsten beiden ausgeschnittenen Schönheiten!
Intuitivkauf
Als Vinylfetischist und Funeral Diner Fanatiker ist das Kaufen der …Who Calls So Loud Debut 2×10″ ein absolutes Muss. Das Teil ballert endlich wieder ordentlich die Ohren weg, wenn’s ankommt.
Die Vorratsdatenspeicherung etc.
Seit ein paar Tagen habe ich endlich meine Facharbeit zurück erhalten. Das gute Stück wurde von meiner Philosophielehrerin mit einer 1 bewertet, was ich natürlich ebenfalls sehr gut finde.
Für jeden, der sich ein wenig mit Kant auskennt: Die Diskussion aus der Sicht Kants ist eher mager geraten, was daran liegt, dass ich zum Zeitpunkt der Abgabe viele der wichtigen Aspekte des kategorischen Imperativs nicht kannte und mit der Anwendung sowieso nicht vertraut war. Kant eigenständig zu erarbeiten ist leider fast Hirntod.
Es geht weiter!
Besser zu spät als niemals…
… beantworte ich in meinen kurrzeitig hervorrasenden fünf Minuten Langweile, dass Musikstöckchen von Dirk. Sowas muss ja auch mal sein.
1. Nenne einen Song, der Dich vom Text ganz besonders berührt und begründe!
Puh, da fallen mir spontan viele ein. Besonders viele Songs von Low oder Ida und deswegen picke ich mir einfach einen Low Song heraus. Nehme ich nun “Murderer“, “Closer“, “Medicine And Magazines” oder “Little Argument With Myself“? Oder doch lieber Ida? Dann “The Radiator” oder “Encantada“? Wirklich keine leichte Wahl, denn der Titelsong vom neuen “Lovers Prayers” ist ebenfalls sehr gut. Vielleicht auch etwas wilderes: “Tigersuit” von Raein, “Snicker Snicker” von Portraits Of Past oder “Leben leben” von Yage? Wundervoll ist einfach der Text von “Some Sinatra” von den Secret Stars. Letztendlich wird es aber doch “Murderer” bleiben, dicht gefolgt von vielen Low & Ida Songs, wilden Sachen und so weiter.
Warum dieser Song mein Favorit ist, ist schwer zu beantworten. Denn unter einigen anderen wie auch “Little Argument With Myself” ist “Murderer” ein Song der viel mit Gott und Religion zu tun hat. Eigentlich nicht wirklich meine Thematik, aber gerade Low schaffen es immer wieder mit wunderbaren Bildern in ihren Texten existenzielle Fragen (im Bezug auf Gott bzw. Religion) einzigartig zu verpacken. So auch bei “Murderer”: Dieser Song handelt von dem Moment, in dem eine Person vor Gott steht und sich ihm als Mörder anbietet, um die schmutzige Arbeit zu verrichten. Dabei kann der Text aus vielen verschiedenen Richtungen betrachtet werden. Ist Gott ein Mörder? Ist es richtig (für Gott) zu morden? Was ist für den Tod verantwortlich? Es leiten sich viele Fragen aus diesem einen Song ab, während dieser jedes Mal aufs Neue fesselnd ist.
2. Nenne einen Song, der Dich von der Musik ganz besonders berührt und begründe
An dieser Stelle könnte ich eigentlich einen instrumentalen Lieblingssong nennen. Dann müsste ich mich zwischen einem beliebigen Explosions In The Sky oder einem Yndi Halda Song entscheiden, aber ich glaube, dass ich auch hier wieder bei Low bleibe und “Little Argument With Myself” wäre.
Dieser Song hat nicht nur einen wunderbaren Text, sondern auch ein einzigartiges und gleichzeitig simples Crescendo, dass sich in unglaublicher Manier von leisem Gesang zu lauten Hörnern entwickelt. Das gibt Gänsehaut und das obwohl der Song kaum 3 Minuten lang ist.
3. Welchen Song hättest Du gerne geschrieben und warum?
Ich kann keine Songs schreiben, könnte es dennoch gern. Aber selbst wenn ich es könnte, würde ich mir diese Frage nicht stellen, da sie doch nur zur Kopie führen würde. Oder?
4. Nenne fünf Songs für dein Lebens-Best-of
Wie Dirk schon sagte: Das ist wirklich schwierig. Ich versuche es mal.
Low - “Murderer”, Ida - “Encantada”, Yndi Halda - “Dash and Blast”, Jet Black - “Ich dazwischen”, Yage - “We Lost Beauty”
5. Und zum Schluss: Welche Musikscheibe beschützt Du wie Deinen Augapfel?
Da ich keine Schränke voller Platten habe, hüte ich eigentlich alle der Schätzchen äußerst fürsorglich. Besonders natürlich meine Low Platten und seit neuestem auch die “Murderer” 10″. Daneben sicherlich auch meine Portraits Of Past LP und einige andere sehr besonders.
Es bediene sich an diesem Stöckchen wer will!
Totally Loveable
Was der Herr Reznor da bei ars tecnica im Interview sagt, ist einfach unglaublich. Ich hätte niemals gedacht, dass jemand mit so viel Einfluß auf die Öffentlichkeit und die Industrie so fortschrittlich denkt. Hier ein Auszug aus dem Artikel.
“I think the way [Radiohead] parlayed it into a marketing gimmick has certainly been shrewd,” Reznor said when speaking to Australian Broadcasting Corporation’s Michael Atkin. “But if you look at what they did, though, it was very much a bait and switch to get you to pay for a MySpace-quality stream as a way to promote a very traditional record sale.”
Reznor is referring to Radiohead’s release of “In Rainbows” as lossy 160kbps (max) MP3 downloads, which many would argue are sub-par when compared to DRM-free offerings from Amazon and iTunes Store (both of which offer 256kbps DRM-free music). Furthermore, Radiohead’s album is also no longer offered as a digital download, as the band openly stated that they were still going to rely on traditional labels and distribution channels for the rest of In Rainbows’ sales.
“There’s nothing wrong with that,” Reznor continued, “but I don’t see that as a big revolution [that] they’re kinda getting credit for.” In addition to the quality of Radiohead’s MP3s, NIN’s frontman also took issue with the band’s omission of artwork and altogether not taking care of the fans. “To me that feels insincere. It relies upon the fact that it was quote-unquote ‘first,’ and it takes the headlines with it.”
This new movement of independent, DRM-free music distribution is indeed undiscovered country, and both of these bands have wildly different approaches. Nine Inch Nails was among the first major acts to completely break ties with its label, diving head first into the new realm of fan interactivity and digital distribution. Radiohead, on the other hand, is clearly still depending on its label, in hindsight classifying its “In Rainbows” experiment as more of a toes-in-the-water move than the sort of bold departure on par with Nine Inch Nails’.
Were both bands’ experiments a success? There’s no doubt. While Radiohead has declined to offer actual numbers from its “pay if you want” experiment, frontman Thom Yorke has stated that “in terms of digital income, we’ve made more money out of this record than out of all the other Radiohead albums put together, forever.”
Nine Inch Nails, on the other hand, told the Chicago Tribune on March 12 that “Ghosts” has brought in 781,917 transactions from the website so far, netting a total revenue of $1.6 million in just one week. Not too bad for virtually zero marketing of an instrumental album. Instead of offering a limited digital download, then switching to CD distribution like Radiohead, however, Nine Inch Nails has offered a variety of formats—including lossless downloads, optical discs, and even vinyl—on its own from the start. Reznor also doesn’t show any signs of cutting off digital downloads, either.
When Atkin asked whether the labels would learn from successes like “Ghosts,” Reznor didn’t sound enthusiastic. “The level of ineptitude I’ve seen at the major labels is stunning. The people in charge of a lot of the digital technologies and the aspects that are decimating their business that I’ve seen are people that seem to not even be on the Internet.”
Die Aktion von Radiohead finde ich übrigens auch mächtig dämlich, da z.B. ich als Trendverkenner mal wieder viel zu spät dran war, um das Ding auf der Radioheadseite herunterzuladen. Bei einer konstanten Bitrate von 160 kbps wäre das Ding aber auch nicht lang auf meiner Platte geblieben. Unter 192kbps bei einer konstanten Bitrate geht da gar nichts und wenn überhaupt dann bitte in konstanten 320kbps oder eher noch in V0.
Deisgn & Photography

Linus Lohoff gehört zu meinen absoluten Lieblingsphotographen. Und das obwohl ich noch nie eins seiner Bilder in meinen Händen gehalten habe. Geschweige denn habe ich sie im realen Leben gesehen oder ähnliches. Aber seine Bilder strahlen auch über das Netz jedes Mal aus neue eine unglaubliche Intensität aus. Deswegen nun die absolute Empfehlung sich selbst davon ein Bild zu machen!

