Wenn ich groß bin, werde ich mal Tierfotograf!
Ich mag Schafe. Das sind wunderbare Tiere, die süße Laute machen, gutes Essen zu schätzen wissen und immer liebenswert herüberschauen, wenn man vorbei geht. Meine Lieblingsschafe leben in Stetternich. Irgendwo rund um den Hof am Mühlenweg. Genau hier. Wenn du Schafe ebenfalls magst, darfst du gern auf den “Bitte mehr!” klicken. Dann kriegst du auch mehr (Bilder).
Spreu vom Weizen
Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass hier nichts neues zu sehen ist. Doch was ist, wenn es mir egal ist?
Ein/Ausatmen
Von den Grabkerzen zur Kasse in unter zwei Minuten
Wir kennen das: Kleinstadt, zentrale Einkaufsstraße, Drogeriemarkt, falsche Zeit erwischt, man hat eigentlich nur zwei Teile in der Hand und brauchte nicht mal dieses umständliche Metallgitter-Körbchen. Trotzdem steht die Schlange schon bis zu den Grabkerzen. Es ist nur eine Kasse offen. Terror!
Willkommen in meinem Donnerstagmorgenszenario! Im Minutentakt geht es voran, doch wir stehen immer noch vor dem pinken Schminkregal. Hier ist alles doppelt und dreifach ausgeleuchtet. Jede Menge Spiegel und zwischendrin der Lippenstift in getünchtem Aufgekratzte-Kniewunde-Rot. Ich komme mir vor wie auf dem Laufsteg. Soll sich die Zielgruppe das auch denken? Hey, wo sind die Kameras?
Aber mal ehrlich, sich bei der Warterei dank der Spiegel noch beobachten zu können, ist wie innerhalb von zwei Minuten drei Mal beim Popeln von Mama erwischt zu werden.
Es ist wirklich kein Ausweg in Sicht. Vor mir die etwas ältere Oma mit grimmigem in sich gekehrten Blick. Wenn solch ältere Damen nicht lächeln, wird nichts aus dem gottgegebenen “Ach, Sie haben nur zwei Teile? Ja dann können sie ruhig vor.” Da kann man das breite Lächeln der Dritten komplett vergessen. Hinter mir ist die Situation fast noch schlimmer. Es köchelt unter den Perücken. Ich mache keine Witze. Und in einer solchen Situation kann es nur einen einzigen Ausweg geben: Das Klingeln.
Wenn die einsame Kassiererin, die von Kundenscharen nur noch mit bösartigen Blicken gelöchert wird, merkt, dass sie nicht nur angelächelt*, sondern gelöchert wird, klingelt sie ein Mal quer durch den Laden, um die Verstärkung an Kasse 2 zu rufen. Dieses Geräusch ist nahezu ein Segen. Besser als jedes “Ach, Sie haben nur zwei Teile?”-Geplapper, so liebevoll dieses auch gemein sein kann. Segen > Geplapper.
Gleichzeitig muss man in diesem Moment höchste Konzentration und viel Gefühl für die Situation beweisen. Denn natürlich ist es nicht angebracht, sich direkt nach dem gesegneten Klingeln an Kasse 2 anzustellen. Die Blicke der Kunden, die immer noch an Kasse 1 anstehen, würden nicht mehr löchern, sondern Napalm über einem abwerfen.
Bei sehr viel Pech endet diese Situation sogar in plötzlichen Anfällen von einer dieser genervten aber modernen Hausfrauen mit rot-gefärbtem Kurzhaarschnitt, der ganz und gar nicht zur Figur passt. In einem solchen Fall ist man völlig machtlos. Mit Glück ist der zerknirschte Gesichtsausdruck allerdings nach 15 Minuten verschwunden.
Bei etwas weniger Pech darf man sich nur einen dieser Vorträge von älteren Menschen anhören, weil sie ja angeblich das Recht dazu haben sich als erstes an eine solche Schlagen zu stellen. Pah, nichts da. Den Blödsinn kann man direkt vergessen. In Schlangen herrscht absoluter Gleichberechtigung Krieg!
Es muss eine andere Möglichkeit zur glücklichen Lösung der Situation geben. Und ja, es gibt sie. Sie ist nahezu unauffällig und völlig legitim, selbst wenn man noch bei den Grabkerzen steht. Sie ist der absolute Mittelweg zwischen Zu-früh-Anstellen und Einige-vorlassen-und-so-keine-Zeit-Sparen!
Es gilt nun die Frau im weißen Kittel (kurz: Kassiererin 2) frühzeitig zu erkennen, den Moment abzupassen an dem sie das Ende der Schlange erreicht und dann direkt hinter ihr nach vorne zu laufen. Falls nun irgendwelche Kunden aus Schlange 1 Kosmetikartikel werfen sollten, ist das einfach zu ignorieren. Es sei denn es sind diese Haarspraydosen mit Extra-Inhalt für mehr Geld. Die tun unter Umständen ziemlich weh. Dennoch ist diese Lösung der absolute Mittelweg und führt zu absolutem Erfolg inklsuive unglaublichem Zeitersparnis. Als letzten Tipp kann ich beim Anstehen mit Partern nur Empfehlen für Sie beide einen Countdown bis zum Eintreffen der Kassiererin 2 herunterzuzählen, damit sie auf jeden Fall gleichzeit loslaufen können.
*Ob den Omas dabei schon mal die Dritten auf die Kasse gefallen sind?
Ein Häppchen zwischendurch
Ich meinte natürlich Stöckchen. Dankt dem netten Dirk. Jetzt habe ich etwas zu tun, wo ich doch heute ausnahmsweise nicht arbeiten darf kann.
- Orte, die du unbedingt bereist haben musst
- USA/Los Angeles/ (Road Trip zum Erfahren amerikanischer Kultur)
- Europa (Road Trip durch die Länder)
- China
- Australien/Sydney
- Island - Dinge, die ich unbedingt noch erleben muss
- Sundance Filmfestival
- Ein ATP Festival
- Meine eigene Ausstellung mit eigenen Portraitserien (die ich noch schießen muss)
- Die ewige Abstinenz von Druckerproblemen
- Meine erste große Veröffentlichung (egal was, da flenn ich so oder so) - Bücher, die ich noch lesen will
- Douglas Adams restliche Teile der Anhalter-Reihe
- Der Alchimist
- Schöne neue Welt von Aldous Huxley
- Siddharta von Hesse
- Mein Kampf - Filme, die ich noch sehen muss
- Burn After Reading
- Im Tal von Elah
- Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
- Absolute Giganten
- Scarface - Leute, die dieses Stöckchen fangen sollen
- Ju
- Norman
- Mario
- Jan
- Hotzen




