Milkshakes 2
So, die beiden Mittelformatfilme sind endlich zurück. Hier das erste Bild. Mehr gibt es dann morgen oder so, wenn ich es schaffe die Abzüge besser abzufotografieren. Ich muss ja heute etwas tun.
So, die beiden Mittelformatfilme sind endlich zurück. Hier das erste Bild. Mehr gibt es dann morgen oder so, wenn ich es schaffe die Abzüge besser abzufotografieren. Ich muss ja heute etwas tun.
Nichts tun ist nicht gut. Denn nach einer Weile voller Nichts tun gewinnt eine gewisse Depression die Herrschaft über das Königreich Gemüt. Diese Depression verursacht nur miese Stimmung im Volk und führt zu Randale, Plünderei und Aufständen. Worauf die friedlich loyale Bürgerschaft natürlich empört ist und somit ebenfalls protestiert. Der Pöbel schreit förmlich danach endlich wieder etwas zu tun, etwas zu erschaffen, kreativ zu sein. Massendemonstrationen voller reißerischer Plakate und Spruchbänder, selbst die jungen Herren in Schwarz und die großen Typen mit den Bomberjacken und den Stiefeln tun sich zusammen um mal richtig auf den Putz zu hauen.
Es sieht also nach allem anderen als Wohlwollen aus im Königreich Gemüt. Und alles, was die Depression tut, ist einen Blick aus dem Fenster zu wagen und dem Volk danach mitzuteilen, dass das Wetter viel zu schlecht sei um tatsächlich an die frische Luft zu gehen und dort Photos zu schießen. Das Volk entgegnet nur kurz und knapp, dass man ja wohl noch irgendetwas anderes tun könnte. Es will endlich wieder etwas in den Händen halten auf das es Stolz sein kann. Da die Depression sich weiterhin bedeckt hält, drohen sie weitere Ausschreitungen an, wollen Anschläge auf Staudämme und öffentliche Plätze verüben, wollen Omas die Handtaschen klauen und Babys zum Weinen bringen.
Als letztes Mittel zur Sicherung der Staatssicherheit stockt die Depression die Staatsmächte zu tausenden auf und kurbelt mithilfe neuer Einkäufe zumindest die deutsche Militärwirtschaft ordentlich an. So sind wenigstens die nicht sauer. Die mit den Waffen sind also doch die besten Verbündeten. Problematisch ist allerdings, dass es immer noch diese unabhängigen Medien gibt. Innerhalb des Landes sind es zwar nicht viele, aber außerhalb sind sie umso penetranter. So wird das Volk immer erzürnter, da es von den blutigen Gegenbewegungen zu den Protesten zusätzlich zu den Geschichten massenhaft Bildmaterial vorgesetzt bekommt.
Die Protestbewegung innerhalb des Volkes wird größer und größer, während das Heer der Staatsmacht deutliche Verluste durch Überläufer feststellen muss. Über weitere Stunden kann das so nicht weiter gehen. Diese Erkenntnis ist auf beiden Seiten der Stand der Dinge. Und so ist ein Kompromiss die einzig letzte Lösung um das Fortbestehen des Königreichs Gemüt zu sichern.
Da beide Seiten sich den Kompromiss innerhalb ihrer Strategie als absolutes Ziel gesetzt haben, kommen sie innerhalb weniger Minuten zu einem solchen, indem sie festsetzen, dass ab dem morgigen Tage das vorige Königreich kein Königreich mehr ist. Die königliche Regierung der Depression wird abgesetzt und durch eine Koalition aus Bürgerschaft, die sich klar für den Optimismus ausspricht, und der pessimistischen Depression zusammensetzt. Somit bildet sich aus dem ehemaligen Königreich eine Republik, die mit ihrer Politik in die Richtung der Demokratie wandert. Neben der neuen Regierung gibt es ebenso schon die ersten Pläne für den neuen Kurs innerhalb der Republik Gemüt. So wurde für den morgigen Tag schon ein Punkteplan mit über 10 Punkten erstellt, der den Ablauf dieses Tages festsetzen und somit eine erneute Mehrheite der Unzufriedenheit fernhalten soll.
Nichts tun wird auch für die Zukunft abgeschafft, um einer erneuten despotischen Regierung der Depression Einhalt zu gebieten. Ab morgen wird wieder etwas getan. So hat es zumindest mein Gemüt beschlossen. Sehr gut.
Die Frage nach dem Warum. Die Frage danach, warum hier nun seit Tagen nichts neues steht, ist eher leicht zu beantworten und hat mehrere Gründe. Zuerst einmal bewahrt mich Twitter davor nutzlose 5-Zeiler hier rauszuhauen, da ich diese dort direkt zu 140 Zeichen zusammenkürzen kann und meinen Followern somit viel besser auf die Nerven gehen kann. Zweitens ist das Wetter momentan beschissen, meine Freizeit recht spärlich gesät. Mathematikklausur am Freitag, Hausarbeiten, Projekte, die immer weiter vor sich hin gammeln, lieber Zeit mit der Holden verbringen, hoffentlich bald mein Buch weiterlesen. Das sind alles Faktoren, die mich ganz hübsch vom tiefgründigen Bloggen abhalten. Drittens gibt es da aber noch etwas ganz anderes.
Denn wiedermal sitze ich vor Photoshop und Konsorten, nutze meine zwei Monitore komplett aus und mein Desktop ähnelt dem reinsten Icon Wirrwarr. Das kann nur eines bedeuten. Ich arbeite an einem neuen Blog Theme. So ist es auch. Aber dazu morgen oder so endlich mehr.
Endlich gibt es eine angemessene Visualisierung im Plattencoverstil für jedermanns Last.fm Charts und den dahinter verborgenen Musikgeschmack. Den Generator gibt es dort und die Sammelstelle für jede Menge Musikgeschmack gibt es bei Stefan. Wer will, kann mich einfach bei Last.fm als Freund markieren und somit schnell und einfach mein Radio hören. Also: Hopp Hopp!
Es war ein Dienstagabend im Mai, als sich Malte und Daniel auf den weiten Weg nach Köln machten, um dort zwei international bekannte und derbst abgefeierte Kapellen beim “Intro Intim” zu sehen. Ihnen war von vornherein klar, dass sie für dieses Erlebnis viel auf sich nehmen müssen. Sie mussten den Weg nach Düren ohne eigenes Auto irgendwie hin und zurück bestreiten, viel Geld für den Zug von dort bis nach Köln Deutz hinlegen und dann noch an die dämlichen Abfahrtszeiten gebunden sein. Dazu auch noch 2,80€ pro überteuertes Bier im Gebäude 9 blechen. Da sieht der Abend im Voraus nicht immer ganz so rosig aus, doch wenn die beiden Kapellen tatsächlich Fuck Buttons und Battles sind, entschädigen diese natürlich für den ganzen Aufwand. Hehe. Natürlich gibt es das Ganze auch zweidimensional für den werten Leser. Da haben sich Malte und Daniel nämlich richtig Mühe gemacht und während der Wackel- und Kopfschüttelei Photos ohne Ende gemacht. Mehr wie immer nach dem Klick.
Bei meinen morgendlichen 75 Kniebeugen, die ich mir mittlerweile täglich auf erzwinge, bemerkte ich es. Durch Zufall bemerkte ich heute Nachmittag, dass dieses komische rote, leicht juckende und entzündete Teil in meiner Kniebeuge kein uriger Waldmückenstich ist, denn ich im mir Mama zu liebe eingefangen habe, sondern ein ganz kleiner fieser Zeckenbastard sich dort eingenistet hat. Der uneheliche Hurensohn machte sich langsam, aber sicher durch meine obersten Hautschichten dazu auf meine ganze Kniebeuge auszusaugen. Nach der Indentifikation reichte eine SMS, um dem Parasiten zu zeigen, wo der Hammer hängt. In etwa so.
Sind gleich zu Hause. Habe eventuell einen Zeckenbiss in der Kniebeuge. Guckst du gleich nach?
Bis gleich!
Gut, dass es Big Mama noch gibt, die bei einem solchen Fall keine Gnade kennt. Da heißt es nur “Auf den Bauch legen!” und schon ist das Ding von selbst geflüchtet. Har Har! Nun ist nichts mehr zu sehen, außer einer leicht rötlichen Stelle, die sic spätestens morgen von selbst den Gar aus macht.
Guckt man sich meinen Account bei flickr und die dazugehörigen Fotos an, sieht man sehr schnell, dass sich meine Konzentration - im Sinne von Motiven - hauptsächlich auf die Dinge um mich herum bezieht. Eigenartig ist dabei allerdings, dass sich so wenig Portraits und Situationen mit Menschen befinden. Porträts sind eher selten vorhanden, meist eher spontan und leicht unbeholfen. Konzepte fehlen ebenso ein wenig bzw. schaffen es einfach nicht bis zur Durchsetzung. Das sollte sich langsam schnellstens ändern. Finde ich zumindest. Deswegen ab jetzt: Mehr Experimente!
(Mal sehen, was die zwei schwarz-weiß Filme im Mittelformat ausspucken, wenn ich sie morgen endlich zum Entwickeln abgeben kann.)