Sterben für Anfänger


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Diesen Film habe ich gestern zusammen mit Ju gesehen und bin hellauf begeistert. Lange habe ich nicht mehr so gut gelacht. Absolute Empfehlung!

27. Mai 2008

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An alle Hamburger

Ich weiß, dass dieses Blog nicht von Massen gelesen wird. Dennoch hier ein kleiner Aufruf: Marcel sucht eine Wohnung in Hamburg. Sonst ist er bald obdachlos! Nebenbei ein wenig Werbung für sein illustriertes, interessantes, persönliches Blog, welches auf den Namen Uarrr getauft wurde.

24. Mai 2008

Schwul

Das Theaterstück unseres Literaturkurses war einfach gestrickt. Kriminalkomödie, Englisches Landhaus, Ende des 19. Jahrhunderts, Eltern müssen aus dem Haus, schwuler Sohn allein, viel Verwirrung, Gäste, Verrückter, ahnungsloser Sherlock Holmes, große Auflösung und das war’s schon. Natürlich ist Verwirrung allein nicht lustig, über lustige Nachnahmen oder kleine Wortspiele kichert sowieso keiner, Anspielungen auf bekannte Geiger klappen ebenfalls nicht. Deswegen musste der Sohn des Hauses schwul sein.

Unser Hauptdarsteller hat den schwulen Sohn nie allzu übertrieben gespielt. Leicht nasale Stimme, tänzelnder Gang mit viel Hüfte, Hang zur Farbe Pink. Diese grundlegenden Klischees, die man aus Funk und Fern kennt, bediente er vorzüglich. Ein Vergleich mit Herbigs “Traumschiff Surprise” oder den etlichen Schwulensketchen der niveauarmen deutschen Fernsehkomödianten würde trotz allem nicht richtig zünden. Übertriebene Schminke, auffällige Kleidung ließen wir ebenfalls weg. Ein weißes Rüschenhemd, schwarze Hosen und ein pinkes Halstuch war alles, was ihn äußerlich zum Schwulen werden ließ. Ich möchte nicht sagen, dass er einen schlechten Schwulen spielte. Stattdessen möchte ich betonen, dass er das Schwulenklischee auf das Mindeste reduzierte.

Trotzdem reichte es, damit die Menge lachte. Die letzte Möglichkeit des Stückes, um die Zuschauer zu amüsieren, war der schwule Sohne. Und diese Möglichkeit war genau die richtige, damit die Leute auf ihre Stühlen immer wieder in minutenlanges Gelächter ausfallen. Dabei war zuletzt ein Ziehen an seinem pinken Tüchlein genug.

Hauptsache war es, dass die Leute lachten, sich amüsierten, dass es ihnen, dass es uns gefiel. So kam es auch. Tatsächlich hatten wir sehr viel Spaß und es war eine wundervolle Erfahrung auf der Bühne zu stehen. Das bereue ich auf keinen Fall. Dennoch erschüttert mich die Tatsache. Die Tatsache, dass es unbedingt einen Schwulen braucht.

Es braucht einen Schwulen, damit Menschen lachen.

Vielleicht sehe ich die Sache zu ernst. Aber ist es nicht einfach bizarr, dass dieses von den Medien gesponserte Klischee eines Schwulen, welches natürlich nichts mit der Realität gemeinsam hat, dazu ausreicht Hunderte zum Lachen zu bringen. Schwule lachen wahrscheinlich selbst darüber. Es ist dennoch nicht von der Hand zu weisen, dass dieses Klischee eine Form der Sexualität, eine Kultur, eine Gruppe von Menschen angreift. Wäre der Schwule ein Ausländer gewesen, hätte niemand gelacht. Proteste wäre wahrscheinlich gewesen. Wäre der Schwule ein Neonazi gewesen. Okay, ich hätte mich kaputt gelacht, aber sonst wohl kaum jemand. Die Fraktion aus der Nachbarstadt wäre sicherlich am Start gewesen.

Schwule und ihre angeblichen Eigenschaften, ihr Klischee werden also dahingehend relativiert, dass es kein Problem mehr ist, wenn Leute darüber lachen. Es sind ja nur Schwule. Nur Menschen. Wie kann man aber immer noch über ein solch ausgeleiertes und verlogenes Klischee lachen? Wie arm ist diese Menge, die ein wenig schwul in der heutigen Situation, wo sie eigentlich tagtäglich mit dem Klischee konfrontiert werden, derart lustig findet?

Vielleicht sehe ich die Sache zu ernst. Aber so oder so bleibt mir ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn ich darüber nachdenke.

23. Mai 2008

Social Networks

Bevor ich es gestern mit der Wut zu tun bekam, hielt ich am frühen Morgen in Informatik einen Vortrag zum Thema “Social Networks” innerhalb der selbst verordneten “Datenschutz”-Vortragsreihe innerhalb des Kurses. Datenschutz schreibe ich hier bewusst in Klammern, da der sehr geehrte Herr H. davon leider überhaupt keine Ahnung hat. Mein Vortrag handelte dann recht oberflächlich von den Möglichkeiten, Folgen und Gefahren von Social Networks. Genauer gesagt war es das typische “Passt auf, eure kleinen Geschwister zeigen Nackedeifotos bei MySpace” Gelaber in ein paar feinere Worte gepackt.

Den Vortrag gibt es hier natürlich für jeden der will zum Download.

22. Mai 2008

Guter Abend

Gerade bei Explosions In The Sky und Eluvium in der Kulturkirche zu Nippes gewesen, zwischendurch ein wenig aufgeregt, dann weiter in die Mitte gestellt, wieder fasziniert worden, viele Fotos gemacht (folgen!), neues T-Shirt gekauft und nach Hause gefahren. Währenddessen die “Songs For A Dead Pilot” bei eBay ersteigert. Guter Abend.

22. Mai 2008

Wut

Ich bin nicht einer der Menschen, die oft wütend sind oder sich nicht unter Kontrolle haben. Eigentlich bin ich nie wütend. Kein Schläger, kein Aggro, kein Idiot. Im Grunde genommen eher ein lieber Junge, hier und da ein bisschen unangenehm gegenüber Personen, die ich einfach nicht leiden kann, aber dennoch: Guter Junge.

Okay, neuerdings habe ich mir angewöhnt bei meinen neuen kurzen Hosen mit dem komplizierten Verschluss zu vergessen auch den Reißverschluss zu verschließen. Bin ich jetzt unanständig? Oh, Sorry! Andere Geschichte. Hier geht es um Wut. Eindeutig. Hier. Geht. Es. Um. Wut. Ich mache keine Witze.

Jede Mittwoch bin ich gezwungen zwei Schulstunden Sport beizuwohnen. Zugegebenermaßen ist dies eines der wohl dämlichsten und sinnlosesten Schulfächer, die an unserem Gymnasium vertreten sind. Sportunterricht als Ertüchtigungsmaßnahme mag schön und gut sein, doch am Ende macht er im heutigen Schulsystem, indem auf jegliche Kreativität und Individualität geschissen wird einfach keinen Sinn. Period. Ernst und so weiter.

Dennoch bin ich gezwungen an diesem Unterricht teilzunehmen und mich derartig zu verstellen, als das ich enthusiastisch, leistungsbereit und nett wirke. Das fällt mir außerordentlich schwer. So werde ich oft genug unangenehm gegenüber unserer Lehrperson. Sie quittiert mir mein Verhalten mit 11 Punkten auf dem Zeugnis. Deal.

Doch heute bin ich wütend, auf sie, auf ihren beschissenen Unterricht, auf ihre grässliche Achselbehaarung, auf ihre quietende Stimme, ihr röchelnde Lache und ihre Haar. Auf ihre Größe, auf ihre Schuhe. Verdammt nochmal, ja! Ich werde Menschen verachtend, wenn ich wütend bin. Hell, yeah! Das fühlt sich sogar gut an. So gut, dass ich erstmal weiter mache, bevor ich schildere warum ich so sauer bin. Ich verachte ihre Methoden, ihren theoretischen Unterricht, ihre Vorliebe für historischen Tanz, ihre Verachtung gegenüber männlichen Personen jeglicher Art, ihren Drang dazu Sportunterricht wie Erdkunde zu gestalten. Wut, Verachtung. Es wird immer besser.

Aber warum eigentlich? Ich hab gelernt wie man einen Dreisprung springt. Dieses Wissen werde ich nie wieder brauchen. Ebenso werde ich den Rock’n'Roll nie wieder gebrauchen. Dennoch habe ich ihn gelernt. Heute also Dreisprung. Und dieser Dreisprung ist nun verantwortlich für meinen schmerzenden Knöchel, da dieser es nicht gewohnt ist soviel herumzuspringen. Doch körperlicher Schmerz ist mir eigentlich nicht so wichtig. Nein, Nein. Es gibt einen weiteren Grund. Wegen der unglaublichen Bedeutung ihres Sportunterrichtes habe ich heute meine einzige Chance verpasst einer mündlichen Abiturprüfung als Zuschauer beizuwohnen. Und ab dieser Tatsache kann ich meine Wut gegenüber dieser §&=/”&%§)!(/” einfach nicht mehr zum Ausdruck bring-

AAARBGGHGHGHHHHH!

21. Mai 2008

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Was ist bloß los?

Ich weiß gar nicht mehr, was auf den Pressekonferenzen dieser Welt los ist. Da fliegt in Russland auf ein Mal ein Penis durch die Luft oder auf Microsoftvertreter werden Eier geworfen. Tztz. Was? Glaubst du nicht? Dann siehe hier!


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21. Mai 2008

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