Die Löscherei auf Rapidshare

Bei netzpolitik.org gab es doch gestern einen sehr netten Artikel über die Machenschaften der ProMedia GmbH, die als “verlängerter Arm der Musikindustrie” Urheberrechtsverletzungen auf P2P Tauschbörsen a la BearShare und Ein-Klick-Hostern wie Rapidshare nachgeht. Wie die Firma dabei vorgeht kann man sich in einem kleinen Videobeitrag, den ich meiner Meinung nach auch schon im Fernsehen bewundert habe, auf den Seiten der ComputerBild ansehen.

Grund für den Artikel sind die dabei versehentlich gelöschten Alben des Netlables Zellophon Records, die ihre Releases unter CC Lizenz auf den Hoster lädt, um sie verfügbar zu machen. Für die Firma natürlich nur ein Kollateralschaden für den sie sich auch entschuldigen, doch richtig interessant an der Sache ist die Tatsache, dass ProMedia selbst die Befugnis hat auf den Rapidshare Servern zu löschen, was das Zeug hält. Das ist auch im oben genannten Videoclip ab ca. 2:50 zu sehen.

Rapidshare überlässt die Arbeit anscheinend lieber Anderen und muss somit nicht selbst noch mehr Arbeitskraft für die Kontrolle irgendwelcher Inhalte auftreiben. Ein relativ einfacher Zug, doch sicherlich sind derartige Kollateralschäden nicht der Einzelfall und somit leidet die Qualität des Hosters ebenso sicherlich unter diesen. Obwohl es ja durchaus lustig ist, dass der der Herr an seinem PC einfach die Links eingibt und somit löschen lässt ohne weitere Informationen über den Uploader zu heranzuholen. Ist die Löscherei auf den Servern also nichts weiter als ein Tropfen auf dem heißen Stein?

Geschrieben von dan in am 12. März 2008 um 17:57 Uhr

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