Silvesterportraits 0
Schön wars an Silvester. Ich mag die drei. Hört mehr Linda Perhacs. Das war es für heute, morgen vielleicht auch wieder etwas mit Text.
Schön wars an Silvester. Ich mag die drei. Hört mehr Linda Perhacs. Das war es für heute, morgen vielleicht auch wieder etwas mit Text.
Ja die, Kings Of The Day, spielen wirklich bei uns im Jülicher B.Haus. Am 15.2, für gerade mal 3€, obwohl sie schon im Fernsehen waren!

Meins, meins, meins!

Bild: idealterna
Mittwoch ist der Tag der Sneak für den geneigten Kinobesucher und besonders in den Ferienzeiten ist das Kino dann auch schnell voll. So waren am letzten Mittwoch in der ersten Sneak 2008 der Dürener Comet Cinemas auch mal die vorderen Reihen gut belegt. Schön zu sehen, doch warum am Ende des Films immer noch so viele Leute im Kino saßen, ist mir völlig unbegreiflich. Warum? Darauf gibt das Review von Jürgen Armbruster bei filmstarts.de eine perfekt Antwort.
Denn zur Feier des eigentlich schönen Tages lief tatsächlich “Ich weiß, wer mich getötet hat” (der Titel ist ausnahmsweise eine 1:1 Übersetzung aus dem Englischen, d.h. keine Titelzerstörerei durch Übersetzer). Hauptdarstellerin: Die einzige wahre und wahrhaftige Lindsay Lohan. Als deren Name zum ersten Mal über die Leinwand lief, gab es schon ein herzliches Lachen im Publikum und keine fünf Minuten später gingen auch schon die ersten Besucher. Manchmal gibt es halt Filme, die nicht ein Mal 4,50€ wert sind. So auch hier.
Ehrlich gesagt ist es schon lange her, dass ich das letzte Mal ein solch beschissenes Misch Masch der verschiedensten Filmgenre gesehen habe. Ja, hier gibt es alles zugleich. Mystery, Erotik, Torture, Thriller und Drama, doch wer will, kann auch gerne bei einigen Szenen beherzt durchlachen. Denn das Problem, welches sich bei einem solchen Misch Masch schnell einstellt, ist doch ganz klar: Wie kriege ich alles unter einen Hut? Das ist auf keinen Fall einfach, aber man kann es ja versuchen. Ob es das ist, was sich Drehbuchdebütant Jeff Hammond und Regisseur Chris Sivertson dabei gedacht haben?
Während Armbruster auch gern die handwerklichen Fehltritte Sivertsons beschreibt…
Vor allem handwerklich ist „Ich weiß, wer mich getötet hat“ eine einzige Zumutung. Regisseur Chris Sivertson, von dessen bisherigen Filme es (zu Recht) keiner bis nach Deutschland geschafft hat, fährt alles auf, was als hip, cool und trendy gilt. Mal werden die Farbregler bis an den Anschlag hoch gedreht (vorzugsweise blau und rot), dann gibt es wieder vereinzelte Schwarz-Weiß-Szenen. Einstellungen in Zeitlupe wechseln sich mit Zeitraffer-Aufnahmen ab und hier und da darf sich dann sogar eine Szene einschleichen, die sogar rückwärts abläuft. Bei den blutigen Folterszenen zu Beginn hält Sivertson die Kamera voll drauf, schließlich wollen ja auch die Gorehounds befriedigt werden. Kurzum: Sivertson bemüht sich derart krampfhaft darum, hip, cool und trendy zu sein, dass „Ich weiß, wer mich getötet hat“ vor allem folgendes nicht ist: hip, cool und trendy…
… kann ich ja auch davon erzählen wie der riesige Berg von Stilelementen einfach nicht zusammen passt. Da gibt es nämlich so einiges, also aufpassen Spoiler. Lindsay Lohan verkörpert in diesem Film zwei Persönlichkeiten, doch schnell wird klar, dass sie weder das High School Püppchen noch die Cracknutte richtig trifft. Für das Püppchen ist sie einfach nicht glatt, nicht beliebt und geliebt genug, zumindest sieht man dies nicht. Nach den ganzen Skandalen rund um die Person Lohan könnte man aber denken, dass sie wenigstens die Cracknutte perfekt rüberbringt. Doch nichts da. Nichts halbes, nichts ganzes. Lindsay Lohan benutzt Schimpfwörter? Passt einfach nicht. Aber wir haben nicht nur das und deswegen mal eben der Liste, der Sachen die einfach nicht zueinander passen.
Ich denke, ihr versteht was ich meine, versteht warum es meist nur 1 Punkt von 10 für diesen Film gibt und warum ihr einfach nicht anschauen solltet. Danke und Aus!